Part 3: Bowen, das Arbeitslager

Hallo ihr Daheimgebliebenen,

ich dachte mir, ich nehme mir mal die Zeit, um euch wieder auf den neusten Stand der Dinge zu bringen, also tadar ein neuer Bericht.
Mhhhh, wo soll ich bloß anfangen mit dem Erzählen … (am besten am Anfang „hahaha“)
Wie ihr schon wisst, sind wir nach Bowen gekommen, um unser Sparschwein ein bisschen zu füttern und eigentlich wollten wir auch schon lange wieder aus Bowen raus sein. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich sitze gerade in Cairns und schreibe euch eine Bowenwoodstory. Also, ich fang dann mal an…
Es war einmal ein kleiner Ort zwischen Airlie Beach und Cairns, in dem sich bloß arbeitswütige Backpacker hin verirrten, also Julia und ich natürlich auch. Nachdem wir in unserem Hostel dem Bowen Backpackers (*klick*) eingecheckt sind, haben wir uns das Örtchen mal ein bisschen genauer unter die Lupe genommen. Okay, es gab 2 Supermärkte, ein paar schöne Strände, Bilder die an die Häuserfasaden gemalt wurden und eine Touristeninformation. An der wir auch bloß noch erfahren haben, dass man super Vögel an der Lagoone beobachten kann und einwandfreie Spaziergänge unternehmen kann. Also, doch nichts weiter los in unserem Zuhause für die nächsten Wochen. Zum Glück bietet unser Hostel einen kostenlosen Shuttleservice zum Badestrand am anderen Ende der Stadt an.
Ich weiß leider nicht mehr, wie wir die ersten 10 Tage in Bowen herum bekommen haben, aber am 11. Tag hatten wir dann zum Glück einen Job. Bohnen pflücken. Wir saßen 8 Stunden auf einem Feld mit einem Eimer in der Hand und haben grüne Bohnen gepflückt. Es war nun nicht gerade die beste Arbeit, aber es kam Geld ins Sparschwein. Nach kurzer Zeit haben wir dann aber einen Job auf einer Bohnenverpackungsfarm bekommen. Das war eindeutig bessere Arbeit, schon allein weil die im Shed (dt. Schuppen) war. (Den Aufbau der Maschine habe ich euch in Bilder hochgeladen, ist zuschwer zu beschreiben.) Dort standen wir an einem Fließband und pickten die schlechten, zu kleinen, krummen, mit Wurmlöchern versehenden oder einfach bloß hässlichen Bohnen und das Unkraut heraus. Nach einigen Tagen habe ich bloß noch Bohnen gesehen, aber das schlimmste war, dass im Hintergrund immer ein bissel Musik durchs Radio dudelte. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum das schlimm ist und ich sage euch, der Radiosender Bowen hatte bloß eine CD. Also haben wir uns jeden Tag min. 2 mal die Lieder „What do you want from me“, „It´s not my name“ oder „Alejandro“ anhören müssen. Wenn wir abends zusammen alle auf der Veranda vor der Küche saßen und wieder mal einer der Songs gespielt wurde, hat immer einer gesagt „Oh no, not again this f**** beanssong.“ (dt. Oh nein, nicht nochmal dieses Bohnenlied.) Einige der Mädelz mit denen wir zusammen gearbeitet haben, kamen auch gar nicht mehr aus dem Beanstalk (dt. Bohnengespräch) heraus. Es wurde die ganze Zeit bloß noch über Bohnen und wie voll der Truck ist geredet. Loviisa, Billie und Emma haben sich teilweise auch selber gefragt, ob die Bohnen glücklich oder traurig sind. Ich habe Smiliefaces (dt. lächelnde Gesichter) mit den krummen Bohnen aufs Flieband gelegt, damit man mal was zu lachen hatte. Da war man dann froh, wenn man mal zum Mais versetzt wurde, wo wir die Kolben sortieren oder schneiden mussten. Nach 5 Wochen war dann auf der Farm eine kleine Durststrecke, da sie zu viele Arbeiter hatten, mussten welche gehen. Und ratet mal, wer mal wieder das Glück hatte? Genau Jule, ich und die Franzosen. Nach kurzer Wartezeit haben wir dann aber wieder einen Job auf unserer ersten Farm bekommen und dieses mal nicht picken, sondern auch packen. So, das war alles über unsere Arbeit in Bowen, aber nicht dass ihr denkt, das war schon der komplette Bericht. Da wir ja ab und zu auch mal einen DayOff (dt. freien Tag) hatten, ist noch so einiges passiert. An einem schönen warmen Tag haben Thor (aus Dänemark), Billie, Emma (aus England), Max, Eric (aus Deutschland) und ich beschlossen zum Strand zu fahren und ein Loch zu buddeln. Nach rund drei Stunden standen wir zu sechst in dem Loch. Alle Leute haben ständig geguckt und geschmunzelt. Man war das ein Spaß. An einem anderen Tag sind Jule und ich zum Beach (dt. Strand) gefahren um uns zu bräunen, zu baden und auf die Ausichtsplattform zu wandern. Man hatte wir eine super Sicht aufs Meer. Ja, wenn dann mal nicht so das Badewetter war, haben wir uns mit den Jungs an den Pier gesetzt, von dem man aus super angeln kann (wenn man Glück hat) und Schildkröten beobachten kann. Meistens hat keiner der Jungs was gefangen, war aber trotzdem ein guter Zeitvertreib. Außerdem haben Jule und ich uns einen Lenkdrachen gekauft und versucht, ihn in die Luft zu bekommen. Nach rund 20 Minuten war der Drache im Baum und wir verzweifelt. Wir hatten keinen Plan, wie wir den Drachen heile aus dem Baum bekommen sollten. Aber weil wir ja immer so ein Glück haben, sahen uns zwei deutsche Jungs und sind uns auch gleich zur Hilfe gekommen. Da wurde zack eine Räuberleiter gebaut. Nach rund 3 Minuten war die erste Schnur und der erste Ast vom Baum entfernt. Kurz darauf war auch die zweite Schnur raus. Im Anschluß haben wir uns noch eine Stunde unterhalten, neben dem Baum mit dem abgebrochenen Ast daneben. Ach war das lustig.
Sonst war unsere Abendgestaltung hingegen etwas anders. Da das Pub ja direkt gegenüber von unserem Hostel war, wurden so 1,2,3 Abende dort hin verlegt um sich in der Gemeinschaft Football anzugucken. Die nächsten 1,2 Abende waren wir am Strand, um BBQs zumachen und zu relaxen. So einige Abende (eigendlich die meisten) haben wir aber im Hostel verbracht. Dort haben wir dann Kartenspiele wie Sevens, Eleven, Shithead, Bullshit, Cardkiller, Queen Loviisa, Hearts, Poker, Rommé, Snap, Speed oder Polly´s Pyramids gespielt. Am beliebtesten waren Sevens und Queen Loviisa. Wenn wir wieder kommen zeigen wir euch all diese Spiele, vorausgesetzt wir können sie noch. Es sind alles total simple Spiele ohne viele Regeln. Und wenn es Wochenende noch ins QB (Queens Beach – örtliche Disco) gehen sollte oder irgend ein Geburtstag war, wurden die Trinkspiele „Ring of fire“, „Blowing the cards“ oder „Fuck the dealer“ herausgeholt.
Achso, dann war da ja noch die WM. Die Spiele gegen Ghana und Australien haben wir ganz gemütlich im Hostel angeschaut, da unser Pub die Spiele nicht gezeigt hat. Das Spiel gegen Serbien konnten wir erst gar nicht sehen, weil das Australienspiel zur gleichen Zeit lief und wir bloß einen Sportkanal empfangen haben. Aber am Besten war das Spiel gegen England. Soooo, stellt euch mal einen kleinen TV-Raum mit 7 Sofas für jeweil 3 Personen vor und einen Fernseher mit einem Meter Diagonale. In diesem Raum versuchen rund 20 Engländer, 10 anderer Nationalitäten und 7 Deutsche Platz zu finden. Die Engländer haben die ganze Zeit gesungen und gebrüllt bis Sian (Hostelbesitzerin) kam. Und meinte: „Be quite, please!“ (dt. Bitte seid leise.) Danach wurde dann etwas leiser gesungen, aber nach dem ersten Treffer von dem deutschen Team waren sie ganz leise. Naja, am Ende haben sie gemeint, dass wir eindeutig das bessere Team hatten und keiner hat über das „2.“ Tor von England geredet.

Joah, das war es dann auch schon wieder von uns.
Machts Gut

Maren und Jule

Ach nee ich habe da noch was vergessen. Das QUIZ:
Also, Bowen war schon einmal im Kino. Viele von euch haben den Film schon gesehen.
Nicoles Unterwäsche lag auf den Straßen von Bowen verteilt und Hugh hatte eine atemberaubende Prügelei im Pub.
Von welchem Film ist hier die Rede?

Jeder der uns die richtige Lösung per E-Mail (maren.rathke@hotmail.de oder caipri@web.de)
zuschickt, bekommt eine kleine Überraschung.

Advertisements

6 Kommentare

Eingeordnet unter Reisetagebuch

6 Antworten zu “Part 3: Bowen, das Arbeitslager

  1. ach ihr und 4.30uhr! 2uhr wird geguckt, jawohl! da wird sich der wecker gestellt und die glotze angemacht 😀
    sehr schoener bericht! ich haette gerne die ueberraschung aber ich bin leider planlos.

    • australien4ever

      Was guckst du denn um 2 uhr ? Also hier in Queensland kommen die spiele um 4.30 Uhr.
      Cool, dass die der Bericht gefallen hat.
      Ich schicke dir die Lösung des Rätsels via StudiVz.

      LG
      maren

  2. Dad and Mum

    Hallo Maren und Julia, endlich hat es mit dem WLAN- Anschluss im Hotel geklappt, so dass wir euren neuesten Bericht noch lesen konnten.
    Ich glaube ich weiß noch wie der Film heißt, werde es hier aber nicht verraten. Auf jeden Fall haben wir ihn zu Hause auf dem Laptop gesehen, stimmts?
    Liebe grüße von Mum und Dad

  3. Maurice

    Auch wenn Bunki meint, dass es nicht schwer ist, mir fällt der Name des Films nicht ein…
    Macht aber nichts, die Überraschung ist bestimmt ein Glas Bohnen 🙂

    Das Spiel gegen England war nicht schlecht, aber gegen Argentinien war’s noch besser. Maradonna hat so große Töne gespuckt vor dem Spiel, dass ich ihm das 4:0 gegönnt hab.
    Um welche Uhrzeit laufen die Spiele bei euch eigentlich?

    Ich wurde übrigens an der Uni-Leipzig angenommen, mache mich gleich auf Wohnungssuche.

    Maurice

    • australien4ever

      Hey Maurize,
      bei uns laufen die Spiele 21.30 Uhr, 00.00 Uhr und unser absoluter Favorit 04.30 Uhr. (Letzteres übrigens auch das Finale)

      Haben dich lieb
      Jule & Maren

  4. moep24

    Schön, dass ihr mal wieder dazu gekommen seid einen Artikel zu schreiben. Eure Fangemeinde wird euch dankbar sein ^^
    Warum wollt ihr uns neue Kartenspiele bebringen? Die Trinkspiele sind doch viiieel wichtige 😀
    Hier regnet es seit gefühlten 3 Monaten mal wieder und mir fehlt natürlich jetzt schon die Sonne xD
    Das Rätsel war ja nicht sehr schwer, vorallem, da ihr die Namen verwendet habt. Muss mir den Film gleich mal wieder angucken ^^

    Der Rob ]=)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s