Goodbye Melbourne…

Sorry guys, dass wir uns nun schon so lange nicht mehr bei euch gemeldet haben, aber es gab einfach kaum etwas zu berichten.
In der ersten Woche haben wir uns, was das Job- bzw. Wwoofingplatzsuchen angeht, etwas treiben lassen (bei so vielen neuen Eindrücken muss man die Sache einfach etwas chilliger angehen) dafür dann aber in Woche zwei (wir haben noch eine im derzeitigen Hostel rangehangen) richtig rangeklotzt, d.h. stundenlang im Wwoofingbuch geblättert, etliche Anrufe geführt und haufenweise Mails versendet. Joah und siehe da, es hat tatsächlich nur einige Tage gedauert, da hatten wir einen veielversprechenden Wwoofingplatz direkt an der „Great Ocean Road“ (bekannt für die schönen Strände und die „zwölf“, also egentlich sieben Apostel) sicher. Bei unserem favourisierten australischen Bauernhof hatte es leider nicht auf Anhieb geklappt. Aber die nette Besitzerin meinte, wir könnten uns nächste Woche noch einmal bei ihr melden und dann hätten wir eventuell bereits den zweiten Wwoofingplatz sicher – läuft zurzeit also noch alles wie geschmiert. =)
Traurig, Melbourne nun den Rücken kehren zu müssen, sind wir nicht wirklich. Dafür reizt uns hier einfach zu wenig. Schade ist nur, dass wir einige nette Leute aus dem Hostel wohl nicht mehr wiedersehen werden. Ein Paradiesvogel der ganz besonderen Sorte und mittlerweile unser bester Kumpel hier ist Rocky aus Indien. Gern bezeichnet er sich selbst als Super-Rocky und setzt beim Pool seine „magischen Fähigkeiten“ ein. Einige Insidertips konnte er uns auch schon geben – wenn alles wie geplant klappt, gehen wir heute für 5$ indisch essen. „Leider“ (gut für ihn natürlich) hat er jetzt einen Job gefunden und darum sehen wir ihn so gut wie gar nicht mehr… Dafür gibt es hier noch einige Deutsche, mit denen man gut reden kann und ein sehr nettes Mädel aus Neuseeland, das immer ein Lächeln auf den Lippen hat.
Wie vermutlich überall auf der Welt trifft man jedoch auch in Melbourne anstregende – oder wie Maren sagen würde: belastende – Menschen und weil wir ja immer so ein Glück haben, ist so eine Person ausgerechnet in unserem Viererdorm eingezogen. Ihr Name ist wohl Virginia (was wie die englische Jungfrau, also „virgin“ gesprochen wird), wir nennen sie aber nur liebevoll Trampeltier. Warum? Heute Morgen (grausame Zeit für Langschläfer wie Maren und mich) hat sie z.B. ihr Handy aus dem Bett purzeln lassen und dann angefangen lautstark danach zu suchen. Sie schläft direkt über mir, das heißt, es ging ständig die Doppelstockbetttreppe (cooles Wort) runter, durch’s Zimmer, wieder die Doppelstockbetttreppe rauf, erneut runter, wieder rauf, dann hat sie noch ein bissl auf dem Bett rumgekramt und so weiter… Da halfen leider auch keine Oropax mehr… Na ja… die letzte Nacht werden wir schon noch überleben und dann gegen halb acht schön gemütlich aufstehen, die restlichen Sachen zusammenpacken und auschecken. Da wir viele Tüten haben, die viel Krach machen werden, wird die Rache unsere sein – muhahahaha!
Ansonsten gab es in Melbourne – ganz zu unserer Verwunderung – doch noch Einiges zu erleben. Vor ein paar Tagen haben wir unsere erste (und letzte) Sushirolle gegessen und festgestellt, dass uns kaltes Essen, welches in fischig-riechende Algen gepresst ist, doch nicht ganz so zusagt. Dafür haben sie hier in Australien (ich hoffe doch überall auf diesem Kontinent) die besten McSundaes, die wir je gegessen haben. Sie bestehen aus einer Schicht Schokosoße, einer weiteren dicken Schicht Eis und einer weiteren Schicht Schokosoße – just indescribable yammi (einfach unbeschreiblich lecker)! Diese (schon fast tägliche Oo) Sünde ist wohl der Grund dafür, dass wir trotz seeehr langer Fußmärsche kein Gewicht verlieren…^^
Noch etwas Erfreuliches: Wir haben den Beach (Strand) gefunden! Ihr wollt Bilder dieses atemberaubenden Anblicks sehen? Joah, wenn zwei Deppen ihre Kamera vergessen, sind Bilder leider nicht drin. =D Vom stechenden Algengeruch und starkem Wind mal abgesehen, war der Strand aber wirklich herrlich und müssten wir Melbourne nicht bereits morgen verlassen, wären wir sicherlich noch einmal hingefahren (und hätten wir natürlich auch ein paar Bilder gemacht).
Soho… Bevor sich der Bericht nun wieder dem Ende neigt, noch etwas Organisatorisches (wie es Frau Kaufmann immer so schön zu sagen pflegte). Maren hat nun eine neue Nummer, die wir (einigen von) euch noch zukommen lassen werden. Überraschenderweise wurde uns nämlich von unserem zukünftigen Wwoofinghost erklärt, dass Vodafone anscheinend nur in Großstädten  funktionieren würde. Eine „kleinigkeit“, die unsere Organisation wohl nicht für erwähnenswert hielt… Nun haben wir neben unseren zwei Vodafonekarten also noch eine Telstrakarte für die ländlichen Gebiete. Na ja, diese hat 30$ gekostet und auch dementsprechend viel Guthaben drauf – also alles noch im grünen Bereich.

Gut Leute, nächste Woche gibt es bestimmt einiges mehr an Erzählstoff. Schon die fünfstündige Bus- bzw. Zugfahrt zur Farm dürfte der absolute Knüller werden.

So, have a nice day (habt einen schönen Tag)…
Maren & Jule

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Reisetagebuch

Eine Antwort zu “Goodbye Melbourne…

  1. moep24

    Hey, schön mal wieder von euch zu hören ^^
    Habt ihr also endlich Arbeit gefunden – freut mich für euch =)
    Und wie kann man bitte seine Kamera vergessen, wenn man in Australien unterwegs ist!? Hab ich euch denn gar nichts beigebracht? Nenene, schlimm sowas, hoffe ihr habt daraus gelernt 😛
    Wenn ihr aufsteht und extra viel Krach macht, um das Trampeltier zu stören könntet ihr sie ja auch noch fotografieren – natürlich richtig schön mit Blitz (evil *hehe*)
    Dann wünsch ich euch mal viel Spaß beim Wwoofen 😉 (gibts das Wort so überhaupt?)

    Euer Rob

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